Naturheilpraxis Marcus Pölz
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Tuina Anmo

Was ist Tuina-Therapie?

Die Tuina-Therapie ist neben Arzneimitteltherapie, Akupunktur, Diätetik und Qi Gong eines der fünf wesentlichen Heilverfahren der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Tuina - Anmo bezeichnet die traditionelle manuelle Therapie der Chinesischen Medizin und deren Behandlungstechniken. Der Begriff entstand aus einer bildhaften Beschreibung wesentlicher Behandlungstechniken, wie zum Beispiel:

TUI – schieben, stossen                   
NA – greifen, nehmen, anheben               
AN – drücken
MO – reiben, streichen
PAI - klopfen
ROU - kreisend, drücken
CA -  kratzen, schaben                                              
ZEN - Vibration, Schüttelungen
BAN - traktion
YUNDUN - mobilisieren

Auf Grund des unterschiedlichen Klimas und der differenzierten Diagnose werden in China verschiedene Techniken in der Tuina Therapie angewandt. Daraus ergeben sich auch unterschiedliche Namen für eine Behandlung, z.B.: Tuina Anmo oder Tuina oder aber auch An Mo Pai usw. je nach der angewandten Technik. Im Europäischen Raum hat sich der Name Tuina-Massage oder Tuina-Therapie durchgesetzt und bezeichnet das gesamte Spektrum der Chinesischen Manualtherapie.

Die Tuina-Therapie umfasst:

· Muskuläre Massage,
· Dehnungstechniken,
· Traktion
· chiropraktische Manipulationen,
· aktive und passive Gelenksmobilisation,
· Akupressur
· Moxibustion
· Schröpfen  
· Gua Sha

Ursprung und Entwicklung:

Die Tuina-Therapie ist die älteste Therapiemethode in der medizinischen Geschichte Chinas. Noch vor dem Einsatz von Werkzeugen, wie Steinspitzen und später Metallnadeln zur Akupunktur, benutzten die Menschen ihre Hände, um Leiden zu lindern und die Krankheit im wahrsten Sinne des Wortes “in die Hand zu nehmen”. So wurden vor über 4000 Jahren die ersten Manipulationen und Lokalisationen zunächst intuitiv und später systematisch erarbeitet und erfasst.
Die frühen Heilkundler Chinas fanden heraus, dass gewisse Punkte bei Stimulation eine bestimmte Wirkung erzielten. Es wurden Verbindungen dieser oberflächlichen Punkte untereinander gefunden, die dann als Leitbahnen (Meridiane) bezeichnet wurden. Aber auch im Inneren verbinden diese Bahnen alle Organe und Körperteile wie ein Netzwerk miteinander.
In diesen Bahnen zirkuliert das Qi, die so genannte Lebensenergie und in Abhängigkeit davon auch das Blut. Somit werden diese beiden Anteile bei der Behandlung stimuliert und dadurch der Stoffwechsel und die Durchblutung beeinflusst.
Über viele Jahrhunderte wurden diese medizinischen Kenntnisse im alten China von Heilkundigen an ihre Schüler weitergegeben und auch später an professionellen Lehrinstituten und medizinischen Universitäten gelehrt. Heute gibt es jedoch nicht mehr viele dieser Meister, die ihr Wissen direkt an ihre Schüler vermitteln. Aber auch in der Volksheilkunde verbreiteten sich einfache Kenntnisse dieser therapeutischen Kunst.

Chinesische Medizin:

Die traditionelle Medizin Chinas hat sich über mehrere Jahrtausende entwickelt und hat sich bis heute bewährt. In ihrer Einfachheit kann sie das Wesentliche erfassen und die Krankheit an der Wurzel erfassen. In der Therapie geht es im wesentlichen nicht um die Behandlung von Symptomen, sondern um das Erkennen der ursächlichen Zusammenhänge, sodass der ganzheitliche Komplex sichtbar wird. Aus diesem Grunde ist es auch möglich, präventiv zu behandeln und dem Patienten entsprechenden Rat zur Lebens- und Gesundheitspflege zu geben. Der Patient wird dazu angeregt selber an seiner Genesung mitzuarbeiten, indem ihm ein individuelles Übungsprogramm und Ernährungsratschläge mit auf den Weg gegeben werden.


Diagnostik und Tuina-Therapie:

In der chinesischen Medizin wird die Ursache von Krankheiten, in einem ganzheitlichen Zusammenspiel verschiedener Faktoren gesehen, aus diesem Grund wird auch eine differenzierte Diagnose(therapeutische Befunderhebung) durchgeführt. Es wird für jeden Patienten eine Anamnese (Krankheitsgeschichte) erhoben. Erfragt werden u.a. frühere Krankheitssituationen (angefangen von der Familie über das Kindesalter bis zur Gegenwart) um die Konstitution und den allgemeinen Gesundheitszustand zu erfassen. Eine weitere Befragung erfasst spezifische Bedingungen des Patienten (z.B. Temperaturempfinden, Ernährungsverhalten, Schlafverhalten, Stuhlgang, usw.).

Zur traditionellen chinesischen Diagnostik gehören Puls- und Zungendiagnose, die insbesondere bei der Erstanamnese und bei jeder weiteren Konsultation erfasst werden. Beide Verfahren geben Hinweis auf den aktuellen Zustand der Funktionskreise und deren Organe.
Des weiteren werden noch verschiedene Funktionstests ausgeführt, um das Ausmaß von Bewegungseinschränkungen zu erfassen. Mit besonderer Sorgfalt werden die betroffenen Körperpartien, Haut und Gewebe untersucht.
Aufgrund des Temperaturverhaltens lässt sich auch feststellen, ob es sich um einen entzündlichen Prozess, oder um einen Kälteprozess handelt. Auch ein Fülle- oder Leerezustand der betroffenen Region lässt sich beurteilen, bzw. Blockaden lassen sich durch den geübten Therapeuten ertasten.

Die Behandlung mit Tuina:

Die Behandlung richtet sich nach dem erfassten Befund bzw. der Diagnosestellung. Auch die Konstitution und der aktuelle Zustand des Patienten sind ausschlaggebend.
Grundsätzlich kann jeder mit Tuina behandelt werden, Kinder, Jugendliche, Erwachsene, ältere Menschen.
Generell wird die Tuina-Behandlung von Patienten als sehr angenehm empfunden.
Schon während und direkt nach Beendigung der Behandlung wird der Patient in der Regel eine Besserung seiner Beschwerden empfinden.

Die Technik der Tuina-Therapie wird integrativ in der GITP zur Anwendung gebracht!

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